Jesus und die Gewaltigkeit der Liebe.

von | Dez 24, 2020 | SEIN | 13 Kommentare

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von Ich.Selbst.Sein.

Laut Überlieferung wurde Jesus am 25. Dezember geboren. Der Heilsbringer, der Messias.  Ein Mensch, dessen „Verwirklichung“ über 2000 Jahre nach seinem Tod die Welt noch immer beeinflusst. Ich frage mich schon lange wie sowas möglich ist. Wie ist es möglich, dass ein einziger Mensch den Fortgang der ganzen Welt beeinflusst? Was ist das für eine gewaltige Energie? Es gibt bis zu diesem Augenblick keinen anderen, der die Menschheit in seiner ursprünglichen Lehre und seinem Wirken so berührt hat, wie Jesus.

Was in seinem Namen angerichtet wurde, ist eine andere Geschichte, die rein gar nichts mit ihm und seiner Verkündigung zu tun hat.

Es ist als wurde in eine tiefe Dunkelheit hinein ein Licht entzündet, das so hell erstrahlte, dass es die Dunkelheit in sich aufnehmen konnte, um der Welt einen direkten Hinweis zu geben. Einen Hinweis auf ihren Ursprung und strahlenden Hintergrund.

Denn zu wissen, dass die universelle Liebe selbst durch zwei Augen glüht, die aufgrund dieser Gewissheit keine Trennung mehr in die Welt sehen können, ist das höchste Glück, das ein Mensch erfahren kann. Ein solcher Mensch ist nicht mehr in der Lage etwas anderes zu verkünden, als die Liebe. Weil er sie durch und durch verkörpert. Solch ein Mensch erscheint wie ein abgrundtief Verrückter in einer grausamen Welt. Und ernsthaft Verrückten widerfährt immer das gleiche Schicksal. Sie werden verfolgt, eingesperrt und vernichtet. Heute wie damals. Nur gibt es heute zu wenige Verrückte aus tiefer Liebe. Und zu viel Verrückte aus Hass.

Jesus als reines Bewusstsein

Ich bin nicht religiös im kirchlichen Sinn. Deshalb interessiert mich Jesus rein als das freie Bewusstsein, das er für mich verkörpert und nicht als Verklärung, an die ich mich trostsuchend wenden kann, um in meiner Kleinheit einen äußeren Halt zu finden – ein „Jenseits von mir“, das immer ein Sehnsuchtsort bleiben muss, wenn ich mich nicht selbst auf den Leidensweg mache, um zu erfahren, dass Gott als ungeteiltes Bewusstsein in mir lebt. Und das geht nur, wenn ich mich vollkommen öffne und jedes Jenseits in ein Diesseits verwandle.

Wenn ich ganz hier einziehe wo ich bin, ohne mich in schönere Zeiten, an schönere Orte, in bessere Situationen zu träumen. Sondern von dort loslaufe, wo ich bin. Ganz egal wo das ist, wie sich das anfühlt und was sich dazu denkt.

Heute sagen wir „Hier und Jetzt“ dazu. Das Leiden beenden. Das bedeutet nichts anderes als jede gedankliche Vorstellung an ein besseres Morgen als Entkräftung des vollen Hierseins einzusehen.

Weil wir immer von hier wegwollen. Egal wo das ist. Weil wir es hier mit uns nicht aushalten. Weil es eine tiefe Gewohnheit ist uns selbst nicht wahrzunehmen, sondern alles andere, was in unserem Blick erscheint. Doch wir können in diesem Blick nichts anderes erkennen, als uns selbst. Und das verstehen wir so selten. Fast gar nicht. Denn wir klammern uns an das, was wir sehen, weil wir uns in seine Schönheit, seine Klugheit, seine Tiefe oder die Freude, in die Einzigartigkeit, die Komplexität oder unscheinbare Schlichtheit verlieben.

Eine Liebe, die den Tod einschließt

Und alles, was wir als uns selbst erkennen, genau nicht ist, was wir lieben. Manchmal erhöhen wir uns deshalb und schließen alles vor uns ab, was nicht lobenswert ist, damit es nicht in unser Bewusstsein dringt und uns die Ohnmacht und Schwäche spüren lässt, die damit verbunden ist. Manchmal erniedrigen wir uns und schließen alles vor uns ab, was lobenswert ist, damit wir uns der alleinstehenden Konsequenz des „Ich selbst Seins“ nicht stellen müssen… Die Varianten sind vielfältig.

Und dann ist da jemand wie Jesus, der die Liebe selbst war. Eine Liebe, die über den Tod hinaus geht, weil sie ihn einschließt. Eine Liebe, deren Grenzenlosigkeit in Menschengestalt noch immer ihresgleichen sucht. Denn wer die Liebe verwirklicht, geht angstlos in den Tod. Weil er sicher weiß, dass es ihn nicht gibt.

In dieser Liebe zur wahren Liebe, im Verweilen in dieser gewaltigen Kraft, gibt es keine Unsicherheit. Und sie erschließt sich nur dem, der sich vollkommen an sie hingibt. Was das bedeutet? In dieser Welt?

Kompromisslos Du selbst …

Dich zu trauen wirklich hinzusehen und zu fühlen, was Du wirklich fühlst. Vollkommen dazu zu stehen. Kompromisslose Ehrlichkeit. Die Fesseln der Selbstzweifel sprengen, die Fessel des Misstrauens sprengen, bereit sein als der Mensch, den Du bisher kanntest zu sterben. Dir als der angstvolle, manipulierende, sich versteckende, seine Ichbezogenheit schützende, kleingeistige, schwache, verlorene Mensch gegenüber zu treten und zu lieben. Mit offenen Augen und reinem Herzen zu lieben. Das heißt sich selbst im Licht zu sehen. Jenseits von Überhöhung und Erniedrigung. Einfach dieses Menschenkind zu sehen. Wie es ist. In seiner vollen Hilflosigkeit und Schönheit.

In diesem Licht gibt es keine Einsamkeit, denn Alleinsein ist das Heile. In diesem Licht gibt es keine Enge, denn es ist grenzenlos. Es umschließt alles Unheile Deines Inneren und der Welt.

Dann erfährst Du das Reich Gottes auf Erden. Das Ungeteilte in Dir selbst. Die Liebe, in der es keine Trennung von Dir gibt und somit jene Energie wirkt, die so sehr sie selbst ist, dass sie sich nicht behaupten muss, sich nicht schmälern muss, sich nicht aufspielen oder verteidigen muss. Sie muss noch nicht mal in Erscheinung treten. So sicher ist sie sich. Weil sie alles ist, was sie sieht. So sehr, dass es nichts anderes als sie selbst gibt.

Ein unhaltbares Ideal?

Für Denjenigen, der aus der Nichtliebe „sieht“, ist diese Vorstellung eine bloße Vorstellung, ein unmögliches Ideal. Und das stimmt. So lange die Wahrnehmung dafür zu eingeschränkt ist. So lange die Wahrnehmungskanäle noch zu verschmutzt sind von zweifelnder Gedankenaktivität, die nur sich selbst als diesen Zweifel kennt.

Das „Göttliche“ ist für mich nur eine andere Bezeichnung für das Mysterium des Lebens, dessen Wirken wir niemals begreifen werden. Nicht mit den Mitteln des eingeschränkten Bewusstseins, als das wir noch immer auf Erden wandeln. Göttlich – das ist die Möglichkeit so frei von Glaubenssystemen und einschränkenden Identifikationen zu sein, das der Pfad der Liebe niemals verlassen werden muss.

Der Pfad der Liebe – Für mich birgt er die Erkenntnis, dass Liebe keine Grenzen ziehen muss. Das muss nur das limitierte Bewusstsein namens „Verstand“ – ein Konglomerat eines Gedankenverbundes, das zu klein ist, um über sich selbst hinauszusehen und deshalb gezwungen ist  – in Angst vor dem eigenen Tod – , auf allen Ebenen des Lebens Bedrohung wahrzunehmen.

Wir sind zum Selbstschutz Gezwungene …

Und wir nehmen sie wahr. In jedem Angriff, jeder Kritik eines anderen, in jeder Lüge, die wir selbst sprechen, in jeder Lüge, die wir erfahren. In jedem Zweifel, in jedem Misstrauen, in jeder Verwirrung über die wahren Motive, in jeder Angst vor dem Alleinsein, der Armut,
der Vernichtung …

Diese Bedrohung zwingt uns „Verständige“ uns selbst als Gedankensystem durch die Abwehr der Liebe zu schützen. In diesem Sinne also die Abwehr der Grenzenlosigkeit des wahrnehmenden Bewusstseins die nur deshalb reine Offenheit ist, weil kein limitierter und damit limitierender Gedanke sie zerteilen kann.

„[…] Jedes Reich, das in sich gespalten ist, geht zugrunde, […].“ —  Jesus von Nazareth Matthäus 12,25 EU 11

Das kann man gut auf den Menschen übertragen: Jeder Mensch, der in sich gespalten ist, geht zugrunde. Die Spaltung bedeutet nichts anderes als die Urteile, Meinungen, Vorstellungen und wegführenden Ideen über meine Gefühle, meine Gedanken, meine Handlungen und das Fühlen, Denken und Handeln anderer Menschen. Jedes Denken ist zu viel.  Es ist nichts als Zwei-fel.
Das spaltende Element schlechthin.

Die Spaltung, der jeder Konflikt entwächst

Denn es trennt mich immer von meinem aktuellen Erleben. In dem alle Informationen enthalten sind, die ich benötige, um mich in den Situationen des Lebens angemessen zu verhalten. So lange ich imstande bin vollständig wahrzunehmen und nichts in der Unsichtbarkeit belassen muss, weil ein inneres Angstsystem meine Wahrnehmung kontrolliert. Wenn ich mich wahrnehmen „lasse“, dann werde ich alles sehen, was ich sehen muss. Und erfahren, dass mich das Sehende trägt. Und nichts sonst. Weil es allein die Liebe ist, die ICH BIN.

Das Denken im Sinne von Urteilen, die auf Verknüpfungen zurückgehen, die ich niemals selbst getroffen habe, ist die Spaltung, der alles entwächst, was ich als Konflikt, Missverständnis, Unfähigkeit oder Widerstand empfinde, der mir widerfährt. Und für den ich wieder und wieder den Finger nach Draußen strecke und mein Gegenüber dafür verantwortlich erkläre. In dem ich mich innerlich spalte, spalte ich „die Welt“ von mir ab.

„Vater, in Deine Hände lege ich meinen Geist.“ —  Jesus von Nazareth nach Lukas 23,46 EU

Das ist das Tröstlichste, was mir widerfahren kann. Die Möglichkeit zu fühlen, meinen Geist in Gottes Hände zu legen. All meinen Verstand. All die Gedanken über die Dinge, über mich, über die Menschen, die Situationen, Probleme, Zustände, den Wahnsinn der Welt, den nächsten Tag …

Und mich in seine Obhut zu begeben. Mich fallen zu lassen auf diesen Stuhl. An diesen Tisch, mit diesem Licht und diesem Gefühl. Mit diesen Worten, die aus mir herausfließen und den Geräuschen um mich herum, und all dem, was zu tun ist. Weil es zu tun ist und ich es einfach mache. Eins nach dem anderen. Ganz anwesend in den Augen meiner Kinder, die unbedingt einen Weihnachtskuchen backen wollen, sich als Elfen verkleiden, dem Hund Schleifen umbinden, ein Festmahl kochen, Geschenke auspacken und so feiern, wie nur wir es können, weil wir so sind, wie wir sind.

Ohne Vorgabe, ohne Bedienungsanleitung, ohne Tradition, ohne Idee wie es “richtig” geht. Sondern einfach nur so. Weil wir uns lieben und wie völlig Verrückte darin aufgehen.
Hier und Jetzt und nirgendwo sonst.

Frohe Weihnachten!
In Liebe, Nicole

 

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13 Kommentare

  1. Johanness

    Liebe Nicole deine Worte zu Weihnachten zum Fest der Liebe lassen mich SEIN in Stille und Staunen

    Antworten
    • IchSelbstSein

      Stille und Staunen sind wie ein offener Raum, in dem Du Dich empfängst. 🙂
      Ich freu mich darüber, danke für Deine Worte, lieber Johannes.
      Alles Liebe, Nicole

      Antworten
    • Jolanda

      Liebe Nicole

      Deine Worte berühren mich tief in mir!
      Danke !!!

      Antworten
  2. Beatrice

    Liebe Nicole,
    danke mal wieder für diesen besonderen Text. Du hast uns auf deiner neuen Seite ermutigt, dir auch eigene Gedichte zu schicken. Vor einigen Jahren von tiefer Sehnsucht getragene Worte, nur niedergeschrieben, als Antwort zu deinem heutigen Weihe-Nachts-Gruß:
    Der Keim in deinem Schosse ruht
    von Liebe endlos Zeit beschützt.
    Wird nun das Herz vom Funken tief berührt
    dich diese Liebe ins Erwachen führt.
    Alles Liebe und eine beschützte Zeit, Bea

    Antworten
    • IchSelbstSein

      Liebe Beatrice, danke für Deine schönen Zeilen! Wenn das Herz vom Funken tief berührt wird,
      führt Dich diese Liebe ins Erwachen! Wie schön das ist! Und so empfinde ich es auch.
      Die Berührung, die durch alle Zweifel und Ängste hindurch stattfindet, “weiß”, dass
      es mehr, viel mehr gibt, als diesen Glauben an die Ängste und Zweifel. Dass alles getragen
      ist von Liebe. Die sich Dir durch alle Gedanken hindurch zu erkennen gibt. Weil alle Gedanken
      letztendlich daraus gemacht sind. Aus dem alles hervorbringenden und alles umfassenden Bewusstsein selbst.
      Das Dir ganz nah ist, durch alles was Du wahrnimmst, durch das tiefe Wissen, das an nichts
      gebunden ist. Das tiefe Wissen: “Ich bin da”. Und dass das vollkommen ausreicht. Schöne Feiertage für Dich!

      Antworten
  3. Sabine Matuschka

    Liebe Nicole,
    so klare tiefe Worte von dir. Und immer wieder denke ich, ich habe aber die Zweifel und die große Todes-Angst und dieses Gefühl des Ungenügens – deshalb.
    Du schreibst diesen Satz der mir schon immer eine Qual und Angstquelle ist: Und ernsthaft Verrückten widerfährt immer das gleiche Schicksal. Sie werden verfolgt, eingesperrt und vernichtet. Heute wie damals. Ich will das nicht erleben – verfolgt gefoltert eingesperrt und vernichtet zu werden. Nein das will ich einfach nicht. Das ist so erschreckend, dass ich dann doch lieber gleich tot wäre.

    Ich traue mich manchmal die Texte nicht zu lesen, oder anzuhören, weil sie so negativ in mir wirken. Auch wenn das in mir steckt und nicht von außen kommt. Aber ich neige sowieso dazu das Leben schwer zu empfinden und möchte mich ab und zu an den kleinen schönen Wundern erfreuen anstatt von einer grausamen schlechten Welt zu hören.
    Ich weiß dass es sie gibt, aber es wird nicht besser wenn ich mich ständig damit beschäftige. Was mich an Jesus immer so fasziniert hat ist sein Vertrauen auf Gott und die Weisheit die er gehabt haben muss. Er hat so oft den damaligen Glaubensdogmen und Lehrsätzen widersprochen. Ob es die Ermahnung war nicht zu Urteilen oder Verurteilen. Oder das Gesetz über den Menschen zu stellen. Oder lieblos zu handeln aus Bequemlichkeit bzw. Desinteresse.
    Gestört hat mich auch so Einiges aber das lag, wie ich inzwischen weiß, meist an der Auslegung der Pfarrer oder sonstiger “Kirchenleute”.

    Eine Frage habe ich noch an dich. Wenn du von der LIEBE sprichst, meinst du dann dieses – alles Annehmen wie es gerade ist? Ich vermute du meinst nicht nur das Gefühl, denn dann gäbe es ja auch das Gegenteil und du sagst ja, es schließt alles mit ein. also auch den Hass? Oder weder noch?
    Ich wünsche dir samt Kindern schöne Festtage
    Sabine

    Antworten
    • IchSelbstSein

      Liebe Sabine, Du schreibst: “Ich traue mich manchmal die Texte nicht zu lesen, oder anzuhören, weil sie so negativ in mir wirken. Auch wenn das in mir steckt und nicht von außen kommt. Aber ich neige sowieso dazu das Leben schwer zu empfinden und möchte mich ab und zu an den kleinen schönen Wundern erfreuen anstatt von einer grausamen schlechten Welt zu hören.”

      Ich bitte Dich, um Deinetwillen, wenn Du meine Texte als negativ empfindest und Dich manchmal nicht traust sie zu lesen oder anzuhören, dann tu es bitte nicht! Du kannst es als Konditionierung erkennen, die Dich zwingt Dinge zu tun, die Dir gar nicht entsprechen. Wenn Du Dich wirklich an kleinen, schönen Wundern erfreuen willst, dann tu das bitte und wende Dich den Wundern zu, die Du als solche erkennen kannst. Und halte Dich nicht mit Dingen auf, die Dir Gefühle der Enge verursachen. Das nährt die “alte” Angst, dass Du etwas nicht richtig machst und unterstützt das Gefühl des Ungenügens. Das kannst Du erkennen! Meine Texte sind keinesfalls negativ, doch es kann einfach sein, dass meine Art des Ausdrucks mit Deiner Art des Verständnisses nicht übereinstimmt. Und das ist nicht schlimm. Sondern einfach nur “so”.

      Du fragst: “Wenn du von der LIEBE sprichst, meinst du dann dieses – alles Annehmen wie es gerade ist?” Da ist auch ein Missverständnis drin. Du kannst nichts “annehmen”. Du kannst nur verstehen oder besser “erfassen”, dass es sowieso passiert, alles das, was Du wahrnimmst. Ob Du dagegen bist oder nicht. Das Verständnis von Liebe hat viele Dimensionen. Von der Oberfläche, die die Beziehung zwischen den Menschen beschreibt, bis zur ultimativen Tiefe, die das meint als was und worin alles erscheint. Diese grenzenlose Offenheit, die durch Deine Augen sieht, ob Du es bemerkst oder nicht… Schöne Feiertage noch!

      Antworten
      • Valentina

        Ich hab’ Sabine so verstanden, dass deine Texte (sich) in ihr negativ (aus)wirken ….
        nicht, dass sie sie an sich als negativ (seiend) empfindet …

        Wenn Schwere sich mit Leichtigkeit konfrontiert sieht, dann ist das manchmal nicht so gut auszuhalten.
        Ich kenn’ das jedenfalls (auch) so. Bei mir ist das zunehmend abnehmend ;o) …
        Wenn ich Sabine richtig verstehe, dann ist es das, was sie vor dem Lesen zögern lässt.

        Was die LIEBE angeht … könnte mensch statt annehmen auch sagen … ein-verstanden-sein … damit-sein … !?♥

        Antworten
  4. Barbara

    Liebe Nicole,

    Dein Text hat mich zutiefst berührt.
    Du fasst das was ich denke und fühle, so wunderbar in Worte.
    Von Herzen Danke dafür!!!

    Alles Liebe zu Dir
    Barbara

    Antworten
  5. Valentina

    Liebe Nicole,

    vielen Dank für diese berührend tiefen Überlegungen und Einsichten bezüglich Jesus und der LIEBE.

    Ich bin zwar immer noch offiziell katholisch … gehe aber schon lange andere Wege, als regelmäßig in die Kirche …
    und habe einen sehr überzeugt gläubigen Bruder, der mich diesbezüglich immer wieder herausfordert …

    Ich lehne Jesus nicht ab, aber ich habe noch keinen guten Weg gefunden, um eine eigene, klare Haltung zu ihm zu finden.
    Mich würde sehr interessieren, wie du dich Jesus genähert hast … über die Bibel, geschichtliche Werke über ihn,
    dein eigenes Einfühlen … ?

    Noch eine Frage zum Thema Denken … verstehe ich dich richtig, dass du hier formulierst, dass Denken spaltend wirke?
    Wie passt das zusammen mit der Idee, dass unsere Gedanken unsere Realität erschaffen? Sind das zwei ganz verschiedene
    Perspektiven, oder nur zwei Varianten eines Vorgangs?

    Wie so oft … stecken so viele Impulse in deinem Text … mit denen ich weiter und weiter philosophieren könnte.
    Das wirkt sicher noch nach …….. Danke

    Antworten
    • IchSelbstSein

      Liebe Valentina, danke für Deinen Kommentar! 🙂
      Deine “Beziehung” zu Jesus scheint belastet durch die persönliche Erfahrung, die damit
      zusammenhängt. Da ist es natürlich nicht leicht, ihn unbelastet und damit “unpersönlich”
      zu sehen. Mich hat einfach beeindruckt, dass sein Name über 2000 Jahre so präsent ist. Dass er sich so lange “im Bewusstsein” hält. Und ich geriet ins Staunen über die Energie, die dahinter stecken muss. Ich könnte auch über Mozart und Beethoven, Einstein, Marie Curie, Mutter Theresa oder Shakespeare sprechen.Auch deren Wirken hatte eine große Energie, die sich weltweit in das Bewusstsein der Menschen eingegraben hat. Und noch immer wirkt …
      Jesus hat mich dabei am meisten beeindruckt, weil sein Weg zu sich selbst so direkt, und
      kompromisslos und menschlich wirkt (auf mich). Die Realisation, die er erfahren hat, beeindruckt
      mich zutiefst. Zu Deiner Frage nach den Gedanken. Ja, sie erschaffen die Realität, die wir “gewöhnlich” erfahren, weil uns nicht bewusst ist, dass wir die ganze Zeit in Gedanken sind und auf sie reagieren, statt auf das, was wirklich stattfindet. Wir sehen die Wirklichkeit durch die Filter unserer Bewertungen und Bewertungen sind Gedanken.

      Bewusstsein selbst ist nicht gespalten. Es wird lediglich durch Gedanken fragmentiert.
      Solange wir ihnen glauben, ist unsere Wahrnehmung zu eingeschränkt,
      um das “Darüberhinaus” wahrzunehmen.Deshalb alle Versuche den Verstand zu beruhigen, mit allen möglichen Methoden, um ihn einfach zu entspannen. Denn nur durch geistige Entspannung entsteht mehr Raum für Wahrnehmung. Gedanken sind die Anspannung, die freie Wahrnehmung verhindern …
      Herzlich, Nicole

      Antworten
      • Valentina

        danke … ich freu’ mich über deine antwort :o)

        Antworten
  6. Heijono

    Vielen Dank, liebe Nicole, für die sehr erbaulichen Worte️

    Antworten

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